Mehrere Probleme mit Mikroschrittmotoren(三)

1. Welche Arten von Miniatur-Schrittmotoren gibt es? Was sind ihre Eigenschaften?

Rotoren werden anhand ihrer Struktur in drei Kategorien unterteilt. Der PM-Rotor (Permanentmagnetrotor) zeichnet sich durch eine einfache Struktur, geringe Kosten und einen üblichen Schrittwinkel von 7,5° oder 15° aus. Er besitzt ein geringes Drehmoment und eignet sich für Anwendungen wie Drucker und Kameragimbals, die keine hohe Genauigkeit erfordern. VR-Rotoren (variable Reluktanzrotoren) bestehen aus weichmagnetischen Materialien, weisen eine geringe Auflösung (etwa die Hälfte des HB-Rotors) und ein schlechtes Einschwingverhalten auf und werden daher seltener eingesetzt. Der HB-Rotor (Hybridrotor) vereint die Vorteile der beiden anderen Typen: Mit einem üblichen Schrittwinkel von 1,8° oder 0,9°, hohem Drehmoment und hoher Auflösung ist er die Standardwahl für Mikropräzisionsgeräte.

2. Wie genau ist der Schrittwinkel eines Miniatur-Schrittmotors? Können sich Fehler summieren?

Die Genauigkeit eines herkömmlichen Schrittmotors liegt bei 3 % bis 5 % des Schrittwinkels und ist nicht akkumulierend. Das bedeutet, dass sich die Fehler der einzelnen Schritte auch nach mehreren Betriebszyklen nicht bis zur Endposition summieren. Die typische Genauigkeit eines zweiphasigen Hybrid-Mikroschrittmotors kann 0,18° erreichen (bei einem Schrittwinkel von 1,8°).

3. Welches Drehmoment kann ein Miniatur-Schrittmotor abgeben?

Der Anwendungsbereich ist sehr groß. Das Haltemoment für Maschinensockelgrößen unter 20 mm (PM-Typ) beträgt möglicherweise nur 0,02 Nm; NEMA 8 bis NEMA 11 (20 mm bis 28 mm) liegen typischerweise zwischen 0,03 und 0,1 Nm; NEMA 14 bis NEMA 17 (35 mm bis 42 mm) können 0,2 bis 0,5 Nm erreichen. Für Werte über 0,8 Nm ist im Allgemeinen ein Sockel der Schutzklasse NEMA 17 oder höher erforderlich, was über die Kategorie „Mikro“ hinausgeht.

4. Warum nimmt das Drehmoment eines Schrittmotors mit zunehmender Drehzahl ab?

Beim Drehen erzeugt die Wicklungsinduktivität eine inverse elektromotorische Kraft. Je höher die Frequenz, desto größer diese inverse EMK, was zu einer Verringerung des Phasenstroms und des Drehmoments führt. Mikromotoren besitzen weniger Windungen und eine geringere Induktivität, wodurch dieser Effekt bei hohen Drehzahlen stärker ausgeprägt ist.

5. Können Mikroschrittmotoren für lineare Bewegungen eingesetzt werden?

Ja. Der Linearmotor integriert die Spindel in den Rotor und erzeugt direkt eine lineare Bewegung, wodurch externe Getriebe überflüssig werden. Der Hub von Mikro-Linearmotoren liegt üblicherweise zwischen 10 mm und 200 mm, die Schubkraft zwischen 0,5 N und 10 N. Sie werden häufig in Infusionspumpen und mikrochirurgischen Instrumenten eingesetzt.

6. Welche Parameter werden bei der Auswahl eines Mikroschrittmotors zuerst bestimmt?

Zunächst müssen das Lastmoment und der Einbauraum ermittelt werden. Das Haltemoment sollte mehr als das 1,3-Fache des tatsächlichen Lastmoments betragen. Da Mikromotoren extrem überlastempfindlich sind, empfiehlt sich ein Sicherheitsfaktor von 1,4 bis 2. Gleichzeitig ist der verfügbare Einbauraum zu prüfen, da die Größe bei Mikrogeräten oft die größte Einschränkung darstellt.

7. Worin besteht der Unterschied zwischen konstantem und dynamischem Drehmoment?

Das statische Drehmoment ist das maximale Drehmoment, das ein Motor bei Nennstrom im Stillstand aufrechterhalten kann und spiegelt seine statische Leistungsfähigkeit wider. Das dynamische Drehmoment ist das tatsächliche Ausgangsdrehmoment im Betrieb, das vom durchschnittlichen Betriebsstrom abhängt und mit steigender Drehzahl abnimmt. Bei der Auswahl darf man sich nicht allein auf das statische Drehmoment konzentrieren, sondern muss auch die Drehmoment-Frequenz-Kennlinie berücksichtigen.

8. Wie wählt man die Sockelgröße anhand des Drehmoments aus?

Erfahrungswerte: Bei Drehmomenten unter 0,8 Nm können NEMA 8 bis NEMA 17 verwendet werden; unter 0,1 Nm ist in der Regel NEMA 8 bis NEMA 11 ausreichend. In Mikroanwendungen liegt der Drehmomentbedarf üblicherweise unter 0,5 Nm, wobei NEMA 14 bis NEMA 17 den gängigsten Anwendungsbereich darstellen.

9. Wie lässt sich der Nennstrom eines Miniatur-Schrittmotors bestimmen?

Der Ansteuerstrom (Phasenstrom) ist der Referenzwert für den Strom an beiden Enden einer einphasigen Wicklung und stellt keine absolute Grenze dar. Er kann je nach Betriebsbedingungen um den Nennwert angepasst werden. Eine Überschreitung des Nennwerts führt zu verstärkter Erwärmung, eine Unterschreitung zu unzureichendem Drehmoment. Der Wicklungswiderstand von Mikromotoren ist relativ hoch, und der typische Ansteuerstrom liegt im Bereich von 0,2 bis 1,5 A.

10. Ist die Anpassung der Trägheitsmomente bei der Auswahl von Mikroschrittmotoren wichtig?

Sehr wichtig. Das Verhältnis der Lastträgheit zur Rotorträgheit des Motors ist zu hoch, was zu einem schlechten dynamischen Ansprechverhalten und erhöhten Schrittverlusten beim Beschleunigen führen kann. Die Rotorträgheit eines Mikromotors selbst ist sehr gering, die Trägheit lastseitig (z. B. von Schraube und Kupplung) kann jedoch deutlich größer sein und muss daher bei der Auswahl berücksichtigt werden.


Veröffentlichungsdatum: 14. September 2026

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